Lesen
Zufall nur, drei Bücher erstanden zu haben zur, über, von und mit der Liebe. Vielleicht auch nicht. Schon zu lesen begonnen. Den Menasse, mittags gleich nach dem Kauf in einem Café, in dem ein nicht italienischer Teenager den Milchkaffee im Glas chefkellnermäßig mit einem kurzen prego auf den Tisch befördert ohne mich anzusehen. Und vorhin in der Badewanne, bis die Finger allein durch die Luftfeuchtigkeit schrumpelig wurden. Es wurde lästig, ständig heißes Wasser nachlassen zu müssen. Dazu kam die Lust, die Arie „Batter my heart“ anzuhören. Läuft gerade zum dritten Mal in Folge. Nulla vita sine musica.
Schriebe ich ein Buch, es sollte Studienabbrecher heißen. Es ist wohl der gegenwärtigste Gedanke in meinem Kopf. Damit kenne ich mich aus.
Gegen Kunden darf ich als Verkäufer nichts haben. Ich gebe auch gerne Auskunft über Weine. Sogar persönliche Empfehlungen. Damit sollte es aber auch gut sein. Persönlicheres will ich nicht loswerden. Warum musste er heute fragen, weshalb ich mein Studium nicht abgeschlossen habe? Es ist nicht das erste Mal, dass ich auf immer wieder dieselbe Frage antworte. Mit demselben Widerwillen, derselben Routine mit der ich morgens aufstehe.
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