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Restaurant Lorenz – Abendessen

Posted in Kommentar by fotografnuernberg on 23. Oktober 2010

Geräuchertes Forellenfilet mit Meerrettichmousse und Feldsalat – nichts auszusetzen. Fast ebensowenig an den Scalopine mit Brokkoli und Kürbis-Kartoffelgratin – hervorragendes Fleisch, von dem sich Köchinnen wie eine Brigitte Braun etwas abschneiden könnten. Vielleicht etwas zu wenig Sauce, wie häufig bei Lorenz-Fleisch-Gerichten. Der Nachtisch dann… Schokoladenmousse und Schokoladenkuchen mit Früchten. Es lebe das Mousse! Ohne Mousse wäre ein völlig vertrocknetes, steinhartes Stückchen Schokoladenkuchen nicht herunterzuwürgen. Nur weil ihr den totgebackenen Brownie aufwärmt, bekommt man nicht den Eindruck, er sei frischer. Tipp: Esst einmal einen Schokoladenkuchen von Till Heinz (www.catering-nuernberg.net), dann wisst ihr, wie man ihn richtig zubereitet. Bis dahin: lasst den Kuchen weg und serviert nur das Mousse.

Schnepperschütz: schrumpfende Brote

Posted in Kommentar by fotografnuernberg on 12. Oktober 2010

Man traute seinen Augen nicht. Von einem Besuch zum nächsten waren die einfallsreich belegten Brote im Schnepperschütz um die Hälfte geschrumpft. So der subjektive Eindruck. Selbst wenn es sich tatsächlich vielleicht nur um ein Drittel handelt – die Gäste sind nicht blöd. Vielleicht ja doch und ihr verkauft noch genauso viel Brote wie zuvor, weil die Nürnberger, die gerne Berliner wären, so einiges mit sich machen lassen. Ich für meinen Teil enthalte mich jedoch zukünftig dankend. Bis die Brote wieder wachsen und ihr vielleicht sogar den Bäcker wechselt – so gut die Beläge sind, das Brot kommt nicht mit.

Café Lorenz in Nürnberg

Posted in Kommentar by fotografnuernberg on 11. Oktober 2010

Es gibt Dinge, die man nicht tun sollte. Als Gastronom: alten Kuchen verkaufen. Als Gast: Kuchen bestellen, wenn man sieht, dass nur noch zwei Stück in der Vitrine liegen.

Schön wäre es gewesen, wenn die Bedienung mir als Stammgast Kuchen nicht mehr verkauft hätte, der offensichtlich alt ist. Das hätte ich als bevorzugte Behandlung empfunden, mich gefreut und weiterhin Vertrauen gehabt. Ein Stück alter Kuchen ist nun kein Weltuntergang – man könnte es als Ausnahme ansehen. Und ein nächstes Mal einen neuen Versuch starten, denn der Kuchen war schließlich bislang gut gewesen.
Ein letztes Stück so trockenen und festen, eiskalten Marmorkuchens an einen Neukunden herauszugeben, wäre noch schlimmer: der Gast würde vermutlich nie wieder kommen – oder zumindest sicherlich keinen Kuchen mehr bestellen.

Liebes Lorenzteam, vielleicht war der Kuchen auch “erst” vom Vortag. Wenn die Aufbewahrung offen in der Vitrine jedoch reicht, den restlichen Kuchen innerhalb eines Tages wirklich kaputt zu machen, verzichtet doch auf die letzten 5 Euro Umsatz. Hätte mir der Kuchen geschmeckt, wäre ich länger geblieben und hätte mehr gegessen und getrunken.

Millionenumsatz

Posted in Alltag, Kommentar by fotografnuernberg on 15. Juli 2010

Auf dem Weg zum Mittagessen hinter einem Mutter-Sohn-Pärchen gelaufen. Aufgeschnappt: “… so kann man ganz leicht einen Millionenumsatz generieren.” Weiter nichts Außergewöhnliches, hätte es nicht ein Bub im Grundschulalter zu seiner Mutter gesagt…

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Glaubwürdigkeit

Posted in Kommentar by fotografnuernberg on 15. Juli 2010

Schon oft den Kopf geschüttelt über Star- oder Fernsehköche, die Ihre Glaubwürdigkeit einbüßen, indem sie in groß angelegten Kampagnen zu Maggi-Gesichtern werden. Nun hat es einen Nürnberger Koch erwischt. Er guckt einen von vielen hundert Plakaten an, den Arm voller Brot von “Der Beck”, der regionalen Bäcker-Ketten-Plage. Das Ganze ist überschrieben mit “Stefan Rottner: Spitzenkoch, Gastronom und Kunde”. Unnötig hinzuzufügen, dass Beck’s Fabrikbrot sicherlich nicht zum Besten in der Region zählt.

Bäckerhof Nürnberg – Public viewing einmalig in Deutschland

Posted in Kommentar by fotografnuernberg on 17. Juni 2010

Schuhe aus! Am besten die Socken auch noch! Im ersten Stock des Bäckerhofs, der schönsten Bar ganz Nürnbergs, liegt Rollrasen zur WM 2010. Vor einer großen Leinwand lässt man sich bequem auf Strohfußbällen nieder und genießt oder beweint (heute: Adieu, les bleus…) das Spiel bei Bier, Cocktails, Bratwürsten oder asiatischer Küche.

Wer zum zweiten Deutschland-Spiel dieser WM einen Platz ergattern will, sollte frühzeitig erscheinen. Beim ersten Spiel versammelten sich hier bereits 280 Fußballfans!

Ein Foto der besten Örtlichkeit zum Public viewing: HIER. Und im Falle eines Sieges für Deutschland – zum Plärrer sind es nur wenige Schritte!

Café Opera

Posted in Alltag, Kommentar by fotografnuernberg on 13. November 2009

Eine heiße Schokolade, bitte. Gerne, aber es gibt da ein Problem. Die Schokolade ist nicht heiß. Das Mädchen an der Theke unten macht die Schokolade in einem Glas. Wenn die Schokolade also heiß wäre, kann man das Glas nicht mehr anfassen. – Aha, macht nichts, gerne auch lauwarm. An der Theke unten steht eine Frau Mitte vierzig, die tottraurig aussieht. Vielleicht über das Unvermögen, heiße Schokoladen zubereiten zu können. Und ein langhaariger, vielleicht Zwanzigjähriger. Er hat eine kleine Tonsur. Weshalb die Schokolade nicht einfach in einer Tasse serviert wird, diese Frage nagt Stunden später immer noch an ihm. In ihm. Das Gegenüber bestellte einen Cappuccino mit Minzgeschmack. Was, das habe ich ja noch nie gehört. Schmeckt das? Ich weiß ja nicht. – Aber es steht doch auf Ihrer Karte. – Ach so? Wo? Ja, na dann. Es gab in der Mitte der Karte auch eine Mittagskarte zum Einlegen: ein bis auf das Wort Mittagskarte leeres Blatt.

Roman: Mängelexemplar

Posted in Alltag, Kommentar by fotografnuernberg on 11. November 2009

Sehr enttäuscht darüber, im Buchladen den Roman „Mängelexemplar“ gesehen zu haben. Aber sicherlich ist der Titel schlecht gewählt, schlechter als bei dem Buch, das er selbst mit diesem Titel geschrieben hätte.

Roman. Betonung auf der ersten Silbe. Der hat ihn auch enttäuscht. Dieses ganze Zwischenmenschliche. Völlig sinnfrei. Es bringt doch nichts. Irgendwann wird auch er von einem Bekannten wieder zu einem Unbekannten werden. Den man zwar noch erkennen, jedoch vielleicht nicht einmal mehr grüßen wird.

Tanzen

Posted in Alltag, Kommentar by fotografnuernberg on 8. November 2009

 

Es sieht einfach nicht gut aus. Der Versuch, den Körper lasziv zu bewegen wie ein hübscher, schlanker, beweglicher Tänzer. Wenn der Körper so bauklotzmassiv ist. Vielleicht berühren sich da fast die Rippen, die Wirbelsäule mag gekrümmt sein. Man sieht aber nur einen massigen Körper, der wackelt. Links. Rechts. Ungelenk. Zur Musik. Nicht passend. Und der selbsternannte Tänzer findet sich gut. Steht sogar auf dem Podest in der Disco. Vorbild für die nervöse Menge unter ihm. Er übt daheim sicherlich nicht vor dem Spiegel. Sein Spiegelbild sind die professionellen Tänzer auf MTV in Musikvideos, die er vor sich sieht, wenn er zu Hause tanzt. Sich zu bewegen versucht.

Kino: Away we go

Posted in Kommentar by fotografnuernberg on 7. November 2009

Sehr sehenswert! Mehr will ich gar nicht sagen. Über Dinge, die mir gefallen, kann ich selten etwas äußern. Missfallen hingegen, damit sieht es anders aus. Dies nur gesagt, um zu zeigen, dass der notorische Nörgler nicht an allem etwas zu kriteln hat.

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